Am Fenster meiner Backstube kommen die unterschiedlichsten Menschen vorbei. Manche halten inne für einen kleinen Plausch, andere hasten vorbei, um all ihren Pflichten nachzukommen und wieder andere flanieren durch die Gassen mit einem Blick der sagen will: "Schaut her, ich bin wer!"
Die Häuser für die Bürgerinnen und Bürger stehen noch nicht, dafür finden sich schon Wahlprogramme, die natürlich alle nur das Beste für unsere junge Stadt versprechen - mal sehen, wer das Rennen macht und wie viele der Versprechen letztlich gehalten werden.
Seltsam. Von der Aufbruchstimmung, die normalerweise in einer neuen Kolonie vorherrscht, scheint in Frankfurt nichts spürbar zu sein. Routine erstickt den Reiz des Neuen und macht es dem Einzelnen schwer, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden.
Frankfurt wirkt schwerfällig und alles andere als einladend
findet das Mehlorakel
Freitag, 28. März 2008
Tagebuch, 28. März 1456
Meine Abreise aus Marc-City (ehemals Amstetten) kam einer Flucht gleich, aber ich habe sie (bisher) nicht bereut, traf ich doch alte Freunde wieder, die sich ebenfalls in Frankfurt angesiedelt haben.
Sogleich eröffnete ich das Wirtshaus "Zu den (un)barmherzigen Schwestern" und harrte der Ankunft meiner lieben Freundin Kandisha, die ich sofort nach ihrem Eintreffen aus dem holländischen Exil als Wirtin einsetzte.
In Windeseile hatten fleißige Arbeiter meine Backstube erbaut und eingerichtet. Ich fegte nur noch einmal kurz durch, dann krempelte ich die Ärmel auf, befeuerte den Ofen und begann, die Zutaten für mein beliebtes Bauernbrot zu kneten.
Noch ist mir die Stadt völlig unbekannt und ich ahne, dass ich lange brauchen werde, mich hier heimisch fühlen zu können.
Sogleich eröffnete ich das Wirtshaus "Zu den (un)barmherzigen Schwestern" und harrte der Ankunft meiner lieben Freundin Kandisha, die ich sofort nach ihrem Eintreffen aus dem holländischen Exil als Wirtin einsetzte.
In Windeseile hatten fleißige Arbeiter meine Backstube erbaut und eingerichtet. Ich fegte nur noch einmal kurz durch, dann krempelte ich die Ärmel auf, befeuerte den Ofen und begann, die Zutaten für mein beliebtes Bauernbrot zu kneten.
Noch ist mir die Stadt völlig unbekannt und ich ahne, dass ich lange brauchen werde, mich hier heimisch fühlen zu können.
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