Am Fenster meiner Backstube kommen die unterschiedlichsten Menschen vorbei. Manche halten inne für einen kleinen Plausch, andere hasten vorbei, um all ihren Pflichten nachzukommen und wieder andere flanieren durch die Gassen mit einem Blick der sagen will: "Schaut her, ich bin wer!"
Die Häuser für die Bürgerinnen und Bürger stehen noch nicht, dafür finden sich schon Wahlprogramme, die natürlich alle nur das Beste für unsere junge Stadt versprechen - mal sehen, wer das Rennen macht und wie viele der Versprechen letztlich gehalten werden.
Seltsam. Von der Aufbruchstimmung, die normalerweise in einer neuen Kolonie vorherrscht, scheint in Frankfurt nichts spürbar zu sein. Routine erstickt den Reiz des Neuen und macht es dem Einzelnen schwer, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden.
Frankfurt wirkt schwerfällig und alles andere als einladend
findet das Mehlorakel
Freitag, 28. März 2008
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